Auszüge aus Korrespondenzen



In dieser Rubrik veröffentlichen wir Auszüge aus unserer Korrespondenz.

Um die Privatsphäre zu schützen, werden Name und Adresse der Autoren in dieser Zusammenfassung nicht angeführt.


Okt. 2010: Anfrage wegen Lärmindex für Fluglärm



Sehr geehrter Herr Minister,

 

Mit Bedauern mussten wir erfahren, dass Sie und ihre Parteikollegen den Neunten Umweltkontollbericht nicht im Plemum diskutieren wollen, wo doch darin eine Reduktion des Lärmindex für Fluglärm gefordert wird.

 

Trotzdem möchten wir Sie bitten, auf den Entwurf der Schwellenwert-Verordnung des BMVIT so einzuwirken, daß dieser

Werte enthält, die unter der WHO Vorgabe liegen.

 

Zu Ihrer Information:

Lärmbelastung ist Gesundheitsschädlich !

Aber die Grundregeln der WHO, nämlich Grenzwerte von max. 55 Dezibel energieäquivalenter Dauerschallpegel über 16 Stunden am Tag und max. 45 (neuerdings 40) Dezibel energieäquivalenter Dauerschallpegel über 8 Stunden in der Nacht, werden nicht eingehalten. Die von einem Sachverständigen überprüften Fluglärmmessungen am Laaerberg in 1100 Wien zeigen deutliche Überschreitungen des WHO-Grenzwertes von 55 dB. So wurde im Jahr 2008 dieser Wert in Wien an mehr als 70 Tagen überschritten, an weiteren 30 Tagen lagen sie knapp darunter.

 

Die derzeitige Verordnung liegt bei 65dB.

 

Beachtet man die Forderung der WHO, bei niedrigem Grundlärmpegel die Grenzwerte herabzusetzen und intermittierenden Lärm - wie dies Fluglärm ist - möglichst zu reduzieren, so sieht die Differenz noch dramatischer aus.

 

 

 

Danke und mit freundlichen Grüßen

 

 

für die Bürgerinitiative Stop-Fluglärm Süd-West

stop-fluglaerm.at

Jän 2007: Mail an die zust. Minister der neuen Regierung



Sehr geehrte Herren Bundesminister,

 

Es ist interessant zu hören, das wir uns nun alle über den Klimawandel Sorgen machen.Und um die Arbeitsplätze.Den die gehen ja angeblich verloren, wenn der Flughafen Schwechat nicht zur Drehscheibe für Cargo-Transfer und Ost-Billig-Flüge ausgebaut wird.

Aber gilt es nicht auch zu bedenken:

-dass diese Billig-Flüge gar nicht stattfinden, wenn sie anteilig die Schäden, die sie anrichten auch mittragen müssen ?

-ja wahrscheinlich dann nicht wenn nur die Steuer bezahlt wird, die nun schon jeder Autofahrer bezahlt ?

-dass ein Fluggast soviel Energie verbraucht wie wenn er die ganze Strecke allein mit dem Auto gefahren wäre

-dass das Flugzeug aber 3 mal soviel Klimarelevanten Schaden anrichtet

-dass die Cargoflüge nicht notwendig wären, wenn nicht alles schon im fernen Osten produziert würde

-dass umgekehrt nicht alles im fernen Osten produziert werden würde wenn auch der Transport mit allen Kosten – siehe oben – bezahlt werden würde

-und wir dann sicher um ein mehrfaches an Arbeitskräften brauchen würden als diejenigen die am Flughafen arbeiten

-dass dadurch auch unser Know-how nicht abfließen würde

-dass dann weniger Geschäftsflüge notwendig. wären,

etc. etc.

 

 

Dass also alles in allem mehr Arbeitsplätze vorhanden wären, weniger Klimaveränderung vorhanden wäre und unsere Kinder nicht die nun nicht bezahlten Umweltkosten mit Zins und  Zinseszins zurückzahlen müssen wenn wir jetzt reagieren und die Vernunft vor kurzfristige Eigeninteressen stellen.

 

Bitte teilen Sie uns mit, ob und welche Schritte Sie in Richtung Reduzierung des Flugverkehrs setzen, wir berichten

darüber gerne in unseren Newslettern und der homepage http://www.stop-fluglaerm.at/

 

                                für die Bürgerinitiative Stop-Fluglärm Wien Süd-West

BESCHWERDE:
Sonntag, 19. Dezember 2004 22:11
An: Sima Ulli
Betreff: Fluglärm Wien 13/23

Sehr geehrte Frau Stadträtin,

Ich wende mich an Sie als zuständige Stadträtin, da es, wie sie ja wissen seit Frühjahr zu einer enormen Mehrbelastung der Wiener Bevölkerung durch Fluglärm kömmt.

Da sie sicher von Seiten der Betreiber ständig mit Aussagen bedrängt werden, und diese leider auch in Gemeinderatssitzungsprotokollen zu finden sind, möchte ich einige ausgewählte Punkte aus Sicht der (mir bekannten) Bevölkerung beleuchten:

-Mediation:

Es ist äußerst bedenklich wenn ein Verfahren zur Verlegung der Anflugrouten begonnen wird und dann auf einmal Abflugrouten verlegt werden, und dann noch dazu über Bezirke deren Vertreter nicht anwesend sind. Es is auch bedenklich, dass man über dicht verbautes Stadtgebiet startet, wo doch andere Alternativen zur Verfügung stehen. Zufälligerweise plant man gerade eine neue Startbahn ganz genau in diese Richtung, und zufälligerweise hätte man sonst nicht genüg "Abflugkapazität" -  aber die ist ja nicht Thema der Mediation.....

Des weiteren werden die geringen Zugeständnisse die im Mediationsverfahren gegeben wurden sowieso nicht eingehalten, wie ich und meine Familie fast täglich hören kann.

-Anzahl der Landungen auf Piste 11 auf 11,5 Prozent reduziert:

Das ist leider ein zweifacher Betrug: Erstens geht es bei den Fluglärmbeschwerden um die abfliegenden Flugzeuge, und die starten zu ca 60-70% in Richtung Westen !

Des weiteren will der Flughafen ja von ca 200.000 Starts u. Landungen auf 400.000 "aufrüsten" - was wird dann aus 11% ? Richtig: 22% bezogen auf die alte Basis !

Und die Landungen haben wir ja sowieso schon "geschluck"!  Es kann also hier auch nicht von "Gleichverteilung" die Rede sein.

-Flughafen gut für Wien:

Da es sich größtenteils um Mehrbelastungen aus Cargo u. Passagiertransit handelt, sehe ich da keinen Vorteil. Siehe z.B. die letzt Jubelmeldung des Flughafens bzgl.

"Vierzehnmilllionster Passagier gelandet"  "...diese Aussage dokumentiert die Bemühungen der Flughafen Wien AG den größten österreichischen Airport als Drehscheibe im Umsteigeverkehr noch weiter auszubauen ..."

- Wien hat auch nur eine Stimme im Mediationsverfahren:

Ich finde es nicht akzeptabel, dass meine Volksvertreter so tun als ob man hier nichts machen könnte. Es kann doch nicht sein, dass es ein Ministerium gibt, das zuständig ist, und wenn man eine Frage dorthin richtet, auf die Autro Control verweist? Es kann auch nicht sein, dass die Wiener Mehrheitspartei das alles so hinnimmt! Angefangen von Herrn Wurm, dessen Bezirk die Hauptlast abbekommt, über Herrn Valentin, der offenbar ahnungslos ist, da er sagt "dass das Verfahren nachweislich Verbesserungen für die Wiener gebracht habe" obwohl vorher keine Wiener betroffen waren und nun Zehntausende, bis zu unserem Bürgermeister der das Thema komplett ignoriert.

Wien ist Anrainer des Flughafens und kann daher mitreden. Wien kann auch die Bevölkerung entspr. informieren und mobilisieren.

- die NÖ Bevölkerung muss entlasten werden;

Die Schaffung einer neuen Abflugroute dient offenbar nur dazu "Platz" im Luftraum zu schaffen. Sobald also die 3te Piste da ist, werden die alten Routen im Süden Wiens genauso voll sein wie vorher und zusätzlich wird über uns geflogen!

Also frage ich mich: Auf was warten wir ? Auf die 3.te Piste ?

Schaffen wir eine Flugschutzzone für den 23Bez, wie es sie auch für die anderen Wiener Bezirke (aus gutem Grund) gibt ! Der 23Bez wurde ja wahrscheinlich ürsprünglich nur ausgenommen, weil er sehr dünn besiedelt war - aber das ist bei weitem nicht mehr der Fall. Unsere Kinder werden es uns danken: weniger Lärm, weniger Abgase, weniger tödliches Risiko .....

Antwort des Büros v. Mag. Sima.

Schmalzer Günther <sch@ggu.magwien.gv.at>
Fluglärm Wien 13/23

...Einleitend darf ich Ihnen versichern, dass die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien alles unternimmt, um den Fluglärm in Wien so gering wie möglich zu halten. ... Seit April 2004 ist ein sog. Teilvertrag dieser Mediation in Kraft, der von 47 der 50 Verhandlungsparteien unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag beinhaltet auch Verbesserungen für die Wiener Bevölkerung:

Begrenzung des Anteils der Landungen auf Piste 11 ...Nachtflugverbot über Wien ...zwischen 21.00 und 07.00 Uhr ... Festlegung einer Flughöhe von mindestens 6.000 ft (= 1,8 km), vor deren Erreichen die Austro Control keine Freigabe zum Verlassen der Korridore erteilen darf.

Zur neuen Startroute über Liesing bzw. Hietzing möchte ich festhalten, dass diese nachweislich nur unter der Voraussetzung, dass es hinsichtlich der Lärmsituation zu keiner Verschlechterung im Bezirk kommt und dass für die Festlegung von Abflugrouten ausschließlich das Verkehrsministerium zuständig ist. Es darf auch nochmals darauf hingewiesen werden, dass Luftverkehr in Österreich Bundeskompetenz ist. Sowohl die Festlegung von Flugrouten als auch die Regelungen hinsichtlich des Fluglärms (auch die bisher nicht erfolgte Erlassung eines Fluglärmgesetzes) fallen in die Kompetenz des Bundesministers für Verkehr.

...Weiters gibt es die Evaluierung des Teilvertrages, an der alle Vertragsparteien des Mediationsverfahrens beteiligt sind. Hier wird auch unter Berücksichtigung der Beschwerden der betroffenen BürgerInnen die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des Teilvertrages überprüft. Anfang 2005 wird ein Ergebnis vorliegen, auf dessen Basis alle Vertragsparteien versuchen werden, dort eine Verbesserung zu erreichen, wo die gesetzten Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben.

... Vor allem der Flugverkehr verzeichnet enorme Zuwachsraten. Das ist auf Veränderungen im Wirtschaftsleben aber vor allem auch auf ein geändertes Freizeit- und Urlaubsverhalten von einem Großteil der Bevölkerung zurückzuführen.

Anmerkung der Redaktion:

Eigentlich hätten wir diese Antwort mit dem Hinweis: „Standardbrief, in Verwendung seit Beginn der Beschwerden durch betroffene Bürgerinnen und Bürger“ komplett streichen können. Erschütternd, dass nach derartig massiven Protesten immer noch nicht angemessen reagiert und mit Argumenten gearbeitet wird, die in der Beschwerde bereits als falsch entlarvt wurden.


Weiter Mails



5 Jänner 2005

 

Betrifft: Umgebungslärm Schutzgesetz

 

Der Fluglärm ist die derzeit am schnellsten wachsende Lärmquelle ....

Gesetze müssten so formuliert werden, dass die Bevölkerung zukünftig ein Recht auf Entlastung der DERZEITIGEN SITUATION bekommt (Menschenrecht!).

Fluglärm ist an keine Strasse gebunden, man kann ihm nicht entkommen!

Er ist daher strenger als ALLE ANDEREN Lärmquellen zu behandeln.

Es wäre wirklich ein Wahnsinn den Dauerschallpegel auch noch vom WHO Wert weg anzuheben. Wenn man schon nur in finanziellen Werten rechnet: man möge doch auf die Volksgesundheit und besonders auf die noch viel empfindlicheren kleinen Kinder achten und auf die Folgekosten für Nervosität, Unkonzentriertheit und Krankheit wegen verminderter Immunkraft.

 

 

6 Jänner 2005

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Ich kann das Mail unten als ein seit letztem Jahr - ohne Vorwarnung oder Einspruchmöglichkeit - Betroffener nur voll unterstützen. Besonders muss darauf hingewiesen werden, dass das subjektive Lärmempfinden in ruhigen Gegenden anders ist als wenn schone ein (gleichmäßiger) Grundlärm vorhanden ist. 45dB Dauerschall (d.h. gemittelt auch über Zeiten wo kein Lärm herrscht !) bedeuten in einer sonst ruhigen Gegend reinen Terror, da Lärmspitzen vorhanden sind die einfach spürbar Stress erzeugen!

 

Weitere Auszüge aus Korrespondenzen



Härtere Gangart beginnt

 

Sehr geehrte Frau Umwelt-Stadträtin Ulli Sima!

Ich bin diejenige, die Sie aus Argentinien zu Ihrem Sprechtag angerufen hat. Obwohl ich positiv beeindruckt war, dass Ihre Sekretärin mich zurückgerufen und mit Ihnen verbunden hat, so bin ich jetzt negativ beeindruckt und finde es abscheulich, dass Sie sich dazu hergeben, durch Äußerungen an den Kronenzeitungsredakteur Vorrath, den Eindruck zu erwecken, dass der Touristen-Verkehr das Anwachsen des Fluglärms bedingt!

Niemals hat sich jemand der Fluglärm-Betroffenen über den Tourismus-Verkehr beschwert und mein Anruf machte Sie darauf aufmerksam!

Es ist der vom Wirtschaftsbund hochgejubelte Fracht-Umschlage Knotenpunkt (wofür das engl. Wort "Hub" verwendet wird, damit möglichst wenige Leute verstehen, worum es geht!) den wir beanstanden!

Finden Sie es als Umweltstadträtin wirklich in Ordnung, daß aus 30 Standorten in China tonnenweise das Billigzeug ausgerechnet in Wien Schwechat zuerst umgeladen werden muss, damit es in die Oststaaten weitergeflogen wird? Allein im 1.HJ 2004 55% Zuwachsraten! Wo das Luftverkehrsmittel nachweislich das umweltschädlichste Transportmittel ist!

Habe ich Ihnen nicht gesagt, dass wir beanstanden, dass von der ÖVP jetzt noch der Punkt 32 ins Stadtentwicklungs-Konzept hineinreklamiert wurde, wo der Wirtschafts-Standort Flughafen Wien hauptsächlich das Branchenwachstum der Logistik -und Dienstleistungsbetriebe (Spediteurlobby) fördern soll?

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt mir für Ihre Ehrenrettung:

Möglicherweise schirmen Sie alle die Sie umgebenden Diplom-Ingenieure und politischen Ratgeber von den Realitäten u. Wahrheiten ab.

... fallen Sie bitte nicht auf das Schlagwort-Dreschen "Arbeitsplätze" herein. Der Ausbau des Flughafens Frankfurt hat gezeigt, dass nur ganz wenig Billigarbeitsplätze (Putzfrauen u. Umladepersonal) geschaffen wurden. Stoppen Sie die 3.Piste: Sie wird sich gar nicht rechnen, wenn die östlichen Nachbarn ihre Flughäfen ausbauen. In Leipzig hat sich der Pistenausbau auch nicht gerechnet, damit er es doch tut, wird man laut Pressemeldungen dort jetzt Porsche per Luftfracht ausliefern (- oh heile Umwelt!)

Frau Stadträtin es geht um Ihren Ruf!

Vielleicht haben Sie über die Feiertage die Ruhe darüber nachzudenken, ob Sie es verantworten können, dem rücksichtslosen und unökologischem Wachsen des sogenannten "Wirtschafts-Standortes" ohne Einspruch zuzusehen.

Und vielleicht gewinnen Sie doch den Mut, eine eigene Meinung gegenüber den Sie umgebenden Partei-Gebetsmühlen zu äußern.

Wenn ja, werden wir darüber in den Medien sicher lesen.

Wenn nein, werden Sie nicht mehr lange der Persilschein für Dr.Häupl sein!

 

Johanna E.Aschenbrenner-Faltl

Tel.0650/6162268

 

 

 

 

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Gesendet: Montag, 29. November 2004 20:09

An: Alfred Brezansky; Ulli Sima; Josef Pröll; Hubert Gorbach; Dr. Häupl;

umwelttelefonvie; Günther Schmalzer; Krone; Kurier; Manfred Wurm;

Susanne Jerusalem; Walter Prinz; Mediationsteam; Thomas Prader; Ernst

Paleta; Erich Valentin; Johannes Hahn; Gerhard Pfeiffer; Heinz Strache

 

Betreff: Konkrete Anfragen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte in der Nacht vom 12. auf den 13. November 2 x im Call-Center des Flughafens angerufen. Grund: Tiefflieger um 0.10 und 0.20.Ich habe Name und Adresse bekannt gegeben und die Bitte angeschlossen, mich über den Grund der Überflüge zu informieren. Ein Rückruf wurde versprochen, aber nie gemacht.

Auf meine schriftliche Urgenz erhielt ich nun die Auskunft, dass die Anrufe wahrscheinlich "irrtümlich nicht notiert" wurden. ( Frau Pongraz, umwelttelefonvie) Nun weiss ich zwar, dass offensichtlich im Call-Center nicht exakt gearbeitet wird, aber immer noch nicht, weshalb die beiden Tiefflieger zu angegebener Zeit über unser Haus donnerten.

Ich bitte nochmals um Information.

Eine zweite Frage, die ich im Zusammenhang mit Lärmbelästigung - allerdings in einem anderen Mail - gestellt habe, lautete: Wenn ich mir die neuen Flugrouten im Vergleich zu den vorherigen am Plan ansehe, so ist für mich leicht ersichtlich, dass mehr verbautes Gebiet überflogen wird als vorher.

Sie versuchen, die Überflüge derart zu optimieren, dass es insgesamt weniger Betroffenen gibt ? Wie viele Betroffene sind es alleine in Wien, wenn man die Flugroute genau verfolgt und den Schalltrichter in die Berechnungen mit einbezieht ?

Diese Frage wurde mir leider nicht beantwortet. Nun an alle, die den ersten Teilvertrag des Mediationsverfahrens unterschrieben haben: Bedeutet ihr Schweigen, dass sie sich nicht einmal darüber informiert haben, wieviele Menschen sie exrtemer Belästigung durch Fluglärm aussetzen? Oder könnte es sein, dass Sie mit einer Antwort das Argument "50.000 Menschen wurden durch Verlegung der Flugrouten entlastet" ad absurdum führen? Denn die Wohnbevölkerung alleine in den Bezirken 13, 14 und 23 wird in der Bevölkerungsevidenz MA14/MA62 mit 219.630 Personen angegeben. Das sind 11.566 Personen mehr als noch im Jahr 2001, und wenn Sie sich einmal die Bautätigkeit alleine im 23. Bezirk anschauen, wird die Einwohnerzahl in nächster Zeit weiterhin rasant steigen. Bitte um konkrete Antworten!

 

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Antwort von: Anton Mahdalik [toni.mahdalik@fpoe.at]

Gesendet: Donnerstag, 02. Dezember 2004 14:15

 

Genau aus den von Ihnen erwähnten Gründen haben wir unsere vorbehaltlich geleistete Unterschrift zum Teilvertrag 1 zurückgezogen. Wir sehen auch den uneingeschränkten Ausbau des Flughafens nicht als gottgegebene Notwendigkeit, da immer mehr Menschen in Wien unter dem Fluglärm leiden Darum haben wir ja auch in einer Pressekonferenz den Bau eines Dreiländer-Flughafens in der ungarischen Tiefebene gefordert. Anders ist bei steigendem Flugverkehr eine Reduzierung oder auch nur Einfrierung der Belastungen auf dem jetzigen Stand schon von der Logik her unmöglich.

 

Liebe Grüße

Toni Mahdalik

Flugverkehrsreferent

 

 

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Antwort von: umwelttelefonvie [umwelttelefonvie@yourccc.com]

Gesendet: Samstag, 04. Dezember 2004 08:27

Cc: b.pongratz@viennaairport.com

 

Vielen Dank für Ihr E-mail!

 

Die Anzahl der betroffenen Bürger kann bestenfalls dann ermittelt werden wenn die entsprechenden Schallpegel (Laeq) bzw. Lärmzonen Größenordnungsmäßig definiert und angegeben werden.

 

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen

Ihr

Infotelefon Umwelt und Luftfahrt / Team

Tel.: 0810/22 33 40

Email: umwelttelefonvie@yourccc.com

Homepage: www.vie-umwelt.at

mmk

 

 

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Antwort von: Leser [leser@kurier.at]

Gesendet: Donnerstag, 02. Dezember 2004 15:48

 

Wir danken für Ihr Schreiben. Wir haben es zur Information auch an unsere Wien-Chronik weiter geleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Bartos

KURIER-Forum

 

 

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Antwort von: Dr. Prader

Gesendet: Dienstag, 14. Dezember 2004 10:13

An: 'silivia.wohlmuth@telering.at'

 

Da ich 14 Tage im Ausland war, kann ich Ihre Nachricht erst jetzt beantworten.

Alle Aussagen hinsichtlich der Veränderungen bei den Belastungen („50.000 Menschen werden durch den Teilvertrag entlastet“) beziehen sich auf Siedlungsgebiete, die innerhalb der 45dB Zone am Tag liegen. Siedlungsgebiete die am Tag außerhalb der 45dB Zone liegen (dies ist der WHO-Grenzwert für Lärm in der Nacht) wurden bei den Berechnungen nicht berücksichtigt. In Wien gibt es nur sehr kleine Siedlungsgebiete (Landeanflug Piste 11, Starts Piste 29 SID Stockerau) die von einem Dauerschallpegel von mehr als 45dB am Tag betroffen sind. Trotzdem wird seit Monaten in den Bezirken Liesing, Mödling, Baden, Bruck etc. diskutiert, wie auch außerhalb der 45dB Zone Optimierungen erreicht werden können.

 

Danke für Ihren Hinweis, dass Ihre Anfragen an das Call-Center nicht beantwortet wurden. Ich werde dieser Sache nachgehen.

 

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung (0676 55 11 643).

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Prader

 

Dr. Thomas Prader

Prader Rechtsanwalt GmbH

Rechtsanwalt – Konfliktmanagement – Mediation

Seidengasse 28, 1070 Wien tel: +43-1-526 30 31 fax: +43-1-526 30 31/20

office@kanzlei-prader.at

www.kanzlei-prader.at

 

 

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Antwort von: Dipl.-Ing. Günther Schmalzer

Büro der Wiener Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima Rathaus

A-1082 Wien

Tel.: +43-1-4000-81356 Fax.: +43-1-4000-99-81356

sch@ggu.magwien.gv.at

www.wien.gv.at/umwelt

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben an Frau Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima vom 29. November 2004, in dem Sie sich auf zwei konkrete Überflüge in der Nacht vom 12. auf den 13. November 2004 beziehen. Nach Rücksprache mit der Austro-Control waren dies zwei Überflüge, die als Messflüge für das Instrumentenlandesystem erforderlich waren. Die Stadt Wien wird sich aber weiterhin - wie in den bisherigen Schreiben auch schon mitgeteilt - dafür einsetzen, den Fluglärm für die Wiener Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört auch, dass wir ständig im Auge behalten, dass Nachtflüge nur in äußersten Ausnahmesituationen durchgeführt werden.

Dass wir uns nicht nur in den letzten Monaten und Wochen stark dafür eingesetzt haben, zeigen auch die Verhandlungsergebnisse, die bisher erreicht wurden:

Bürgerinitiativen und die Bezirksvorstehung im 23. Bezirk sind in die Mediation eingebunden, die großen Flugzeuge starten nur mehr über Piste 34 (Richtung Norden), die Austrian-Airlines-Gruppe fliegt seither mit neuen Startverfahren und zusätzlich gibt es in Liesing Fluglärmmessungen, die eine objektive Datengrundlage dazu liefern werden, ob es zu Anpassungen bei den Flugrouten kommen soll. Zusätzlich gibt es die Evaluierung des Teilvertrages an der alle Vertragsparteien des Mediationsverfahrens beteiligt sind. Hier werden auch unter Berücksichtigung der Beschwerden der betroffenen BürgerInnen die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des Teilvertrages überprüft. Anfang 2005 wird ein Ergebnis vorliegen, auf dessen Basis alle Vertragsparteien versuchen werden, dort eine Verbesserung zu erreichen, wo die gesetzten Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben.

Hinsichtlich der von Ihnen angeführten Zahl der betroffenen Menschen in den Bezirken 13, 14 und 23 haben Sie zwar recht, dass in diesen Bezirken insgesamt etwa 220.000 Menschen leben, aber nicht alle sind von Fluglärm bzw. gleich stark von Fluglärm betroffen. Die tatsächliche Anzahl wird daher weitaus geringer anzusetzen sein, was uns aber nicht daran hindert, weiterhin für eine Reduktion des Fluglärms speziell in diesen Bezirken zu sorgen.

Abschließend möchte ich zum Teilvertrag der Mediation nochmals festhalten, dass die Zustimmung der Wiener Vertreter nachweislich nur unter der Voraussetzung gegeben wurde, wenn es hinsichtlich der Lärmsituation zu keiner Verschlechterung kommt. Darüber hinaus ist uns aber auch wichtig zu betonen, dass für die Festlegung von Abflugrouten allein das Verkehrsministerium zuständig ist. Wir möchten noch einmal klar unterstreichen, dass Luftverkehr in Österreich Bundeskompetenz ist. Sowohl die Festlegung von Flugrouten als auch die Regelung hinsichtlich Fluglärm fällt in die Kompetenz des Bundesministers für Verkehr. Der Bund ist daher aufgerufen, seine Kompetenzen endlich wahrzunehmen und ein Fluglärmgesetz, das es in Österreich bis heute nicht gibt, zu erlassen.

 

 

Der Grundtenor aller uns bekannten Mails ist der gleiche:

Verminderung der Lebensqualität, Schlafstörungen durch Lärmbelästigung, keine Möglichkeit des Ausschlafens durch dröhnende, fast im Minutentakt fliegende Maschinen, Entwertung von Grund und Boden, um die häufigsten Argumente zu nennen. Interessant sind vielleicht die unterschiedlichen Antworten der verschiedenen  Parteien und Organisationen. Deshalb hier ein Auszug der uns zur Kenntnis gebrachten Korrespondenz.

Spezielle Anfragen

Frage: Wo und wann erfährt der Bürger über geplante Flugrouten ?

... Die neuen An- und Abflugrouten wurden in völliger Transparenz erarbeitet,... unter Einbindung der Repräsentanten der betroffen Bevölkerung.....ausgewogene regionale Verkehrsverteilung ... Mit März 2004 ...umgesetzt.

Mag. Peter Schmidt Austro Control GmbH Unternehmenskommunikation

Frage: Wo kann wer Einspruch gegen eine Solche erheben ?

          Diese Frage wurde leider nicht beantwortet.

Frage: Darf Stadtgebiet für Start und Landung überflogen werden ? Gibt es eine Flugschutzzone in Wien / Teilen Wiens ?

Gesetzlich ist das Flugbeschränkungsgebiet Wien in den LVR (Luftverkehrsregeln, Verordnung) definiert. Zum Zweck der Landung darf dieses Gebiet durchflogen werden.  Diese Zone umfasst aber nicht das gesamte Stadtgebiet, der Süden Wiens ist davon zum Teil nicht erfasst. Starts durch das Flugbeschränkungsgebiet Wien sind nur in bestimmten Ausnahmefällen erlaubt

Mag. Peter Schmidt Austro Control GmbH Unternehmenskommunikation

Frage: Wo kann man die Entwertung seines Grundstückes sowie die gestohlenen Lebensqualität einklagen?

Diese Frage wurde leider nicht beantwortet.

Frage: Was verstehen Sie unter "ausreichenden Entschädigungsmaßnahmen und  passiven Schallschutzmaßnahmen?"

Die Entschädigungsmaßnahmen  die von Schallschutzfenster bis zu einem Angebot der Absiedelung reichen können betreffen natürlich die am stärksten betroffene Flughafenanrainergemeinden. Nur die sind natürlich vom zunehmenden Flugverkehr in besonderem Maße betroffen und gerade, wenn man schon einem überaus hohen Lärmpegel ausgesetzt ist, dann ist eine weitere Zunahme besonders dramatisch.

Dipl.Ing. Alfred Brezansky/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft

Frage: Werden auch anonyme Anrufe im Call-Center in die Statistik aufgenommen?

..Im Callcenter und im Umweltbüro des Flughafen wird jede Beschwerde bearbeitet, egal ob mit oder ohne Namensnennung. Eine Statistik in dem Sinne, wo es zu welchem Problem wieviele Anrufe  gibt und damit verbunden wo die größere Priorität vorhanden ist gibt es nicht. Das ist deshalb nicht möglich, da es Aufrufe im Internet und auf Flugzettel gab, möglichst oft an der Hotline anzurufen. Manch Anrufer brachte es so auf sechzig und mehr Anrufe pro Tag.  Ein Wettlauf zwischen Regionen Wiens und Niederösterreichs, wer mehr Anrufe organisieren könne, legte die notwendige Arbeit des Call-Centers lahm und inhaltliche Beschwerden konnten nicht bearbeitet werden. Nach dem Namen und Adresse wird auch deshalb gefragt, um Lärmbelästigungen lokalisieren zu können, da dies auch im Hinblick auf zukünftige Maßnahmen nicht unerheblich ist. 

Erich Valentin, 24. Oktober 2004

Frage: Wenn ich mir die neuen Flugrouten im Vergleich zu den vorherigen am Plan ansehe, so ist für mich leicht ersichtlich, dass mehr verbautes Gebiet betroffen ist als vorher. Sie versuchen, die Überflüge derart zu optimieren, dass es insgesamt weniger Betroffenen gibt ? Wie viele Betroffene sind es alleine in Wien, wenn man die Flugroute genau verfolgt und den Schalltrichter in die Berechnungen mit einbezieht ?

... Ihre Fragen hinsichtlich der Anzahl der Betroffenen betrifft und auch die Höhe der damit verbundenen Lärmbelastung wird man sich ...im Rahmen der Evaluierung ( auch im Vergleich, wie die derzeitige Situation mit dem steigenden Flugverkehr in diesem Jahr ohne den neuen Maßnahmen ausgesehen hätte) anschauen. ...

Dipl.Ing. Alfred Brezansky/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft/ 31. Oktober 2004

Thema Nachtflüge:

...das "Nachtflugverbot" von 21.00 bis 07.00 Uhr beruht auf keiner gesetzlichen Grundlage und wird von der Aviation-Group freiwillig eingehalten (allerdings mit Ausnahmen). Für eine Änderung der Situation bräuchte die Austro-Control keinerlei Zustimmung irgendeines Parlamentes, Landtages, Bürgermeisters oder Bezirksvorstehers. Flugwesen ist Bundesrecht (zuständig ist der Infrastrukturminister).

Manfred Wurm/ SPÖ/ Bezirksvorsteher 23. August 2004

...Für die Einhaltung der Nachtruhe (21.00 Uhr bis 07.00 Uhr) wurden strengere Kontrollen vereinbart. Jeder gemeldete Flug wird überprüft. Dazu ist es notwendig, Tag, Uhrzeit und Beobachtungsort bekannt zu geben (Telefonnummer: 0810/22 33 40 oder e-mail: umwelttelefonvie@yourccc.com).


Manfred Wurm/ SPÖ/ Bezirksvorsteher 2. Septembre 2004

......Der seit April 2004 in Kraft befindliche Teilvertrag der Mediation beinhaltet viele Vorteile für die Wiener Bevölkerung:...Keine Freigabe der Piste 11 für Landungen zwischen 21.00 und 07.00 Uhr (= Ausweitung des Nachtflugverbots / früher konnten die Flugzeug bis 23.30 und ab 06.00 Uhr über Wien West landen) ...

Erich Valentin/ 30. August 2004

...Bei Wahrnehmung von Flügen im Westen oder Süden Wiens, die den Mediationsvertrag scheinbar verletzen, besteht unter Angabe von Uhrzeit und Ort die Möglichkeit einer Überprüfung unter der Telefonnummer 0810 22 33 40 oder per E-Mail: umwelttelefonvie@yourccc.com

Erich Valentin/ 30. August 2004

... Beim Nachtflugverbot ... kein Bedarf nach Verhandlungen. Der Vertrag sieht genaue, verbindliche - sonst bräuchte man ja keinen Vertrag - Verhaltensweisen vor. Kaum eine andere Metropole in Europa hat eine derartig weitreichende Regelung. International wird Wien mit dieser Regelung als richtungsweisend angesehen. 

Der 23. Bezirk ist startfrei und landefrei in der Zeit von 21.00 bis 7.00. Über die Piste 29 wird dann über Solenau gestartet und dann erst nach Westen und Norden weitergeflogen. Ausgenommen Notfälle, Pistensperren, gefährliche Wettersituationen, Ambulanzflüge....

Erich Valentin / 14. November 2004

...Nachtflüge dürfte es im Westen von Wien keine mehr geben, mit Ausnahme von besonderen Ereignissen, wie beispielsweise die im Oktober notwendige Pistensperre. Falls sie trotzdem Nachtflüge beobachten sollten, werden das wahrscheinlich Einzelfälle sein, die aber, falls kein wirklicher Ausnahmegrund dafür vorliegt, einen klaren Regelverstoß darstellen. Melden sie diese mit Angabe von Datum und Zeit an die MA22 (Umweltschutzabteilung der Stadt Wien, die auch an das Flugspurenaufzeichnungssystem des Flughafens angeschlossen ist).

Dipl.Ing. Alfred Brezansky, Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft/ 28. Oktober 2004

Das Nachtflugverbot ist kein verbindliches Verbot, es gibt natürlich Ausnahmen. Überflugsfreie Zeiten wurden für einzelne Pistenrichtungen auf 21 bis 7 Uhr verlängert. ...Ausnahmen gelten für Ambulanzflüge, spezielle Windverhältnisse und einzelne Abflugstrecken. Umsetzung ab 2004.

Ihre Beschwerde wurde selbstverständlich zur Kenntnis genommen und in einer Statistik zusammengefasst, welche wir täglich an den Flughafen weiterleiten. Damit möchten wir ausdrücken, dass natürlich alle Anliegen beachtet und berücksichtigt werden.

Quelle: Infotelefon Umwelt und Luftfahrt / 13. November 2004

Ich bin Ihrer Beschwerde nachgegangen und bin nun ziemlich ratlos: Die automatische Statistik aus der Telefonanlage des Info-Telefons Umwelt und Luftfahrt hat in der Nacht vom 13. auf den 14.11. nach Mitternacht keinen Anruf registriert. Bitte um Information, welche Telefon-Nummer Sie gewählt hatten bzw. um Check von Uhrzeit und Datum. Mit freundlichen Grüßen Mag. Brigitta Pongratz

Brigitte Pongratz/  Leitung Anrainerkommunikation Flughafen Wien AG 19.November 2004

Wir sind der Sache weiter nachgegangen. Könnte es sein, dass Sie in der Nacht vom 12. auf den 13. November angerufen haben und Ihr Name irrtümlich nicht notiert wurde? Da gab es Anrufe zu den betreffenden Uhrzeiten.

Brigitte Pongratz/  Leitung Anrainerkommunikation Flughafen Wien AG 19.November 2004

Ich werde Ihre Beschwerde bei der nächsten Sitzung des Forums zur Sprache bringen.

Komm.Rat Gerhard Pfeiffer LAbg u. GR der Stadt Wien/ 19. November 2004

Thema: Überflüge fast im Minutentakt

... bezüglich den Überflugrouten und den damit zusammenhängenden Fluglärm seitens des 23. Bezirkes von Herrn Bezirksvorsteher Manfred Wurm inzwischen Forderungen bei allen Beteiligten des Mediationsverfahrens – das sind Dr. Thomas Prader (office@kanzlei-prader.at ) als Leiter des Verfahrens, die Austro-Control, der Flughafen Wien und das Land Wien – mündlich und schriftlich deponiert wurden.

Die Forderungen lauten: keine Überflüge mit überlauten Flugzeugen ...keine Überflüge mit Flugzeugen, die beim Eintritt in den Luftraum über Wien nicht bereits eine gewisse Mindestflughöhe erreicht haben ...strikte Einhaltung des Nachtflugverbotes zwischen 21.00 und 07.00 Uhr.

Ob die Austro-Control bzw. die Mediationspartner diese Forderungen erfüllen werden, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen und hängt wohl auch davon ab, wie viel Unterstützung dafür aus der Bevölkerung kommt. Es wurde nämlich eine Hotline eingerichtet, die alle Anrufe oder E-Mails diesbezüglich registriert, Und diese Listen bilden wiederum eine Grundlage für eine Überprüfung und mögliche Überarbeitung der Ergebnisse des Mediationsverfahrens am Jahresende.

Ulrike Polak/ MA-55-Bürgerdienst/ August 2004

Zunächst ist es mir wichtig, Ihnen zu sagen, dass die Wiener Grünen die einzige Partei ist, die den Vertrag, der die neuen Flugrouten beinhaltet, nicht unterschrieben hat. Leider haben 47 der 50 Mitglieder den Vertrag unterschrieben, wodurch eine neuerliche Veränderung sehr schwer zu erreichen sein wird. Tatsächlich stellt der Fluglärm für viele Betroffene eine gravierende Verschlechterung der Lebensqualität dar. Fluglärm stört nicht nur, er macht auch krank. ...werde als Mitglied des Verfahrens eine Korrektur der Routen verlangen und auch versuchen einen Allparteien-Antrag im Gemeinderat zu Stande zu bringen. ...

Susanne Jerusalem/ GRÜNE/ 23. August 2004

...Der Vertrag (von den Wiener Grünen nicht mitunterzeichnet) ist eine Katastrophe. Auch deshalb, weil er die Zuwächse, die vom Flughafen geplant sind gleich mit absegnet. Es  wird daher in den nächsten Jahren alles noch viel ärger werden. Ich werde  sowohl im Mediationsverfahren als auch im Gemeinderat alle Hebel in Bewegung  setzen.

Susanne Jerusalem/ GRÜNE/ 29. August 2004

...wir starten derzeit innerhalb der EU eine neuerliche Initiative zur Besteuerung von Flugbenzin.

Susanne Jerusalem/ Grüne/ 4. September 2004

ich kann gut nachempfinden, wie es Ihnen mit diesem ständigen Fluglärm geht.

... Die Grünen bringen in die nächste Bezirksvertretungssitzung eine entsprechende Anfrage und einen Antrag ein. ...

Susanne Jerusalem/ GRÜNE/ 16. September 2004

... 23. September findet eine Gemeinderatssitzung statt. Ich nutze die Gelegenheit und stelle eine Anfrage an die neue Umweltstadträtin zum Thema Fluglärm. Wortlaut:

Seit April werden über Wien neue Flugrouten geflogen, zu den Fluglärmbetroffenen zählen dadurch neuerdings auch Teile des 23. und des 13. Bezirks, das bisherige Ergebnis des Mediationsverfahrens zum Flughafen Schwechat lautet daher "noch mehr Fluglärm", was haben Sie dagegen unternommen oder was werden Sie gegen die Lärm- und Umweltbelastung durch den wachsenden Flugverkehr unternehmen?

Susanne Jerusalem/ GRÜNE/ 21. September 2004

.. Vor mehr als drei Jahren wurde vom Flughafen Wien (freiwillig) ein Mediationsverfahren initiiert, das die geplante Errichtung der 3. Flughafenpiste zum Inhalt hat. Damit sollten möglichst viele Anliegen vor allem der Anrainergemeinden bereits von vornherein mit berücksichtigt werden. Dadurch hofft der Flughafen, dass es später zu keinen oder weniger Protesten und Einsprüchen kommen wird.

... Diese Auswahl der Teilnehmer erfolgte deshalb so, weil das jene Bezirke sind, deren Bewohner von anfliegenden Flugzeugen besonders betroffen waren. Der 23. Bezirk gehörte nicht dazu und wurde deshalb vom Land Wien auch nicht nominiert. Zu Beginn des Verfahrens war auch nicht vorgesehen, bei den bestehenden Abflugrouten etwas zu ändern...nach rund zwei Jahren des Verfahrens ergab sich auch eine Diskussion über die Abflugrouten. ..Vorteil dieser neuen Routen ... führen die ersten 10 km nach dem Start Richtung Westen (Piste 29) über nicht oder nur schwach verbautes Gebiet, während die vorherige gemischte Route mehrere Orte unmittelbar berührt hatte....Mein Standpunkt dazu: Die neue Route darf keine Verschlechterung für die Bewohner des 23. Bezirks bringen. ...Lärmzonen werden zwar geringfügig verschoben, die Belastung steigt jedoch nicht, was die Aviation- Group zu der Aussage brachte, dass durch die neuen Routen Tausende Menschen weniger belastet werden würden. Diese neue Regelung fand daher - neben Dutzenden anderen auch - die Zustimmung der Mediationsteilnehmer ...

Kurz nachdem die neue Regelung im April in Kraft trat, zeigte sich, dass die Zusage, es werde in Liesing zu keinen Verschlechterungen kommen, nicht stimmte. Ich habe daraufhin sofort mündlich und später auch schriftlich (erstes Schreiben vom 8. Juni 2004) bei folgenden Stellen protestiert und interveniert ...wurden in späterer Folge durch die Proteste von Bezirksbewohnern unterstützt. ...Die Informationspolitik der Aviation-Group war mühsam. Erst nach und nach war man bereit, mir technische Einzelheiten mitzuteilen - manche davon waren falsch - und auch die Einrichtung der Beschwerdestelle bekannt zu geben. Doch bei allen drei Einrichtungen - AUA, Flughafen und Austro-Control - handelt es sich um Privatunternehmen, die mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn machen wollen und sich nicht gerne in die Karten schauen lassen. Sie sind - das muss man objektiver Weise sagen - gesetzlich auch gar nicht dazu verpflichtet, über Flugrouten Auskunft zu geben oder darüber zu diskutieren. Austro-Control kann - ohne Rücksprache mit irgendjemand - Flugrouten festlegen, wie sie es für erforderlich hält. Auch das "Nachtflugverbot" von 21.00 bis 07.00 Uhr beruht auf keiner gesetzlichen Grundlage und wird von der Aviation-Group freiwillig eingehalten (allerdings mit Ausnahmen). Für eine Änderung der Situation bräuchte die Austro-Control keinerlei Zustimmung irgendeines Parlamentes, Landtages, Bürgermeisters oder Bezirksvorstehers. Flugwesen ist Bundesrecht (zuständig ist der Infrastrukturminister)....Die Forderungen, die ich erhoben habe lauten: Keine Überflüge mit überlauten Flugzeugen ... Keine Überflüge mit Flugzeugen, die beim Eintritt in den Luftraum über Wien nicht bereits eine gewisse Mindestflughöhe erreicht  haben...Strikte Einhaltung des Nachtflugverbots zwischen 21.00 und 07.00 Uhr. Vorrangiges Ziel ist es, möglichst rasch die Lärmbelästigung zu mindern. ...Im Evaluierungsverfahren sollen sämtliche positiven und negativen Auswirkungen und Reaktionen bezüglich der neuen Routen erfasst, bewertet und beurteilt werden. Hier soll - das ist meine Forderung - eine Rückverlegung oder Optimierung bei der Route STO diskutiert und vorgenommen werden....Einen gänzlich "flugfreien" 23. Bezirk zu verlangen, mag zwar schön sein, ist jedoch unrealistisch. Wenn man 25 bis 30 Autominuten vom Flughafen entfernt wohnt (was ganz angenehm ist, wenn man wegfliegt) kann man keine flugfreie Zone erwarten. Die Anderen - gleichgültig ob Wiener oder Niederösterreicher - wollen den Fluglärm nämlich auch nicht, also geht es um eine möglichst verträgliche Aufteilung.

... Thema Fluglärm zeigt uns, wie das Thema Verkehrslärm im Allgemeinen, die Kehrseite unseres Mobilitätswahns. ...Schnell einkaufen fahren mit dem Auto, einen billigen Wochenendflug in eine andere Stadt - all das ist für uns selbstverständlich. ...es schön im Flugzeug zu sitzen und  über Wien (oder eine andere Stadt) zu fliegen. Wie Spielzeug sieht das von oben aus, Spielzeughäuser, Spielzeugautos, Spielzeugmenschen. Nur handelt es sich nicht um Spielzeug, sondern um die Realität. Und während die Blicke von oben bewundernd hinunterschauen, blicken die gleichen Augen, wenn sie am Boden sind und von einem Flugzeug überflogen werden, erbost zum Himmel. Sollten Sie irgendwann wieder einmal wegfliegen wollen, denken Sie bitte daran.....Im Übrigen bin ich der Meinung, dass auch Flugbenzin besteuert werden sollte, derzeit ist es noch immer steuerfrei. Die Belastung der Umwelt durch Lärm und Abgase würde diese Maßnahme rechtfertigen. Es wäre eine lohnende Aufgabe für die Bundesregierung, einen entsprechenden Vorstoß zu machen. Statt dessen werden die Bahntarife erhöht. Auch eine Art Verkehrspolitik - leider die falsche.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Wurm/ SPÖ/ Bezirksvorsteher 23. August 2004

Zu Ihrer Information darf ich Ihnen mitteilen, dass in der Zwischenzeit ein Gespräch zwischen Vertretern des Landes Wien (MA 22, Baudirektion, GR Erich Valentin, Bezirksvorsteher Manfred Wurm und BV-Stellvertreterin Hannelore Stoisic) mit den leitenden Vertretern der Aviation-Group (Flughafen, Austro-Control, AUA) stattgefunden hat, ... die eine Verbesserung der Fluglärm-Situation für Liesing bringen sollen:...  Im Rahmen des Evaluierungsverfahrens (Beginn Mitte September) wird vorgeschlagen werden, durch einen Abtausch von Startrouten spürbare Verbesserungen für Liesing zu erreichen....Eine Optimierung des Flugkorridors STO soll ebenfalls durchgeführt werden....Die beiden .. Punkte bedeuten eine Abänderung des Mediationsvertrages. Dies bedarf der Zustimmung aller Mediationspartner.

Manfred Wurm/ SPÖ/ Bezirksvorsteher 02. September 2004

... Nach Rücksprache mit der Magistratsabteilung 22 kann ich Ihnen zum Thema Fluglärm (Verkehrsangelegenheit fallen in Kompetenz der Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) Folgendes mitteilen.

... Umweltschutzabteilung der Stadt Wien alles unternimmt, um den Fluglärm in Wien so gering wie möglich zu halten...Seit April 2004 ist ein sog. Teilvertrag dieser Mediation in Kraft, der von 47 der 50 Verhandlungsparteien unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag beinhaltet auch Verbesserungen für die Wiener Bevölkerung:

Begrenzung des Anteils der Landungen auf Piste 11 .. auf 11,5 % aller Landungen ...Nachtflugverbot über Wien: zwischen 21.00 und 07.00 Uhr ...Festlegung einer Flughöhe von mindestens 6.000 ft (= 1,8 km), vor deren Erreichen die Austro Control keine Freigabe zum Verlassen der Korridore erteilen darf.

Zusätzlich .. neue Abflugkorridore festgelegt, die Randbereiche des 23. und 22. Bezirks betreffen. Allerdings war die Akzeptanz einer Veränderung der neuen Abflugrouten immer an die Forderung gebunden, dass lärmtechnisch keine messbaren Verschlechterungen zu verzeichnen sind.

Da die Vereinbarung hinsichtlich Flughöhe und Lärmüberschreitung von den Fluglinien nicht  eingehalten werden konnten, haben die Vertreter Wiens vehement sofortige Neuverhandlungen gefordert, die bereits teilweise schon stattgefunden haben. Bei den ersten Verhandlungen wurden folgende Maßnahmen vereinbart:

Entlastung von Liesing: Piste 16/34 (Nord-Süd verlaufend) ist aufgrund von Bauarbeiten seit dem Frühjahr 2004 noch nicht voll einsatzfähig. Sobald diese Piste wieder in voller Länge verfügbar ist (geplant mit Ende Oktober 2004), werden die vierstrahligen Flugzeuge grundsätzlich nicht mehr über Liesing geführt werden.

 Ab sofort werden die Austrian Airlines generell ihr Startverfahren auf Piste 29 (Richtung Liesing) zusätzlich verbessern, um die maximal möglichen Flughöhen zu erreichen. Das bringt ein Plus von etwa 200 m über Liesing und eine deutliche Lärmreduktion. ...

Zusätzlich verpflichtet sich die Austrian Airlines ab sofort die Modernisierung ihres Flugzeugparks voranzutreiben...

Im Zuge der derzeit laufenden Evaluierung des Teilvertrages ... sollen weitere Möglichkeiten gefunden werden, wie etwa die Weiterentwicklung der geltenden Abflugrouten mit dem Ziel,  weniger besiedeltes Gebiet zu überfliegen. Damit könnte eine zusätzliche Entlastung der Liesinger Bevölkerung erreicht werden, ohne Verlagerungseffekte zu bewirken....Bei Wahrnehmungen von Flügen, die Ihrer Meinung nach nicht den vereinbarten Bestimmungen (Nachtflugverbot, Flughöhe, ...) entsprechen, können Sie unter Angabe von Uhrzeit und Ort eine Überprüfung veranlassen. Telefonnummer 0810 22 33 40 (Info-Telefon für Umwelt und Luftfahrt)

E-Mail: umwelttelefonvie@yourccc.com 

Dipl.-Ing. Günther Schmalzer/ Büro Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima / SPÖ/ 26. August 2004

Der Teilvertrag der Mediation ist seit April 2004 in Kraft und führte zu bestimmten Änderungen bei den Flugrouten. Damit verbunden war ein ganzes Paket an Maßnahmen, die vor allem positive Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Durch die neue Abflugroute kam es allerdings zu lärmmäßigen Verschlechterung im 23. Bezirk, was auch wir von Wiener Seite nicht hinnehmen können. Wir werden im Zuge der Evaluierung alles unternehmen, um die Situation für die Liesinger Bevölkerung zu verbessern.

Dipl.-Ing. Günther Schmalzer / Büro Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima / SPÖ/ 5. Oktober 2004

... darf  Ihnen versichern, dass die Stadt Wien alles unternimmt, um den Fluglärm in Wien so gering wie möglich zu halten. Um dies zu gewährleisten, nimmt Wien an dem Mediationsprozess um den Wr. Flughafen teil. Der seit April 2004 in Kraft befindliche Teilvertrag der Mediation beinhaltet viele Vorteile für die Wiener Bevölkerung:

... Begrenzung des Anteils der Landungen auf Piste
... Keine Freigabe der Piste 11 für Landungen zwischen 21.00 und 07.00 Uhr
... Festlegung einer Flughöhe von mindestens 6.000 ft (= 1,8 km)

Zusätzlich wurden aber auch neue Abflugkorridore festgelegt, die Randbereiche des 23. und 10. Bezirks betreffen. Allerdings war die Akzeptanz einer Veränderung der neuen Abflugrouten immer an die Forderung gebunden, dass lärmtechnisch keine messbaren Verschlechterungen zu verzeichnen sind. Da diese Forderung aber nur teilweise eingehalten werden können, haben die Vertreter Wiens sofortige Neuverhandlungen gefordert, die bereits teilweise schon stattgefunden haben... folgende Ergebnisse für die Wiener

... Sobald diese Piste wieder in voller Länge verfügbar ist (geplant mit Ende Oktober 2004), werden die vierstrahligen Flugzeuge (Airbusse) grundsätzlich über diese Piste geführt werden.

... Ab sofort werden Austrian Airlines generell ihr Startverfahren auf Piste 29 (Richtung Westen) zusätzlich verbessern, um die maximal möglichen Flughöhen zu erreichen ... Zusätzlich wird die Austrian Airlines ab sofort die Modernisierung ihres Flugzeugparks stärker vorantreiben...Im Zuge der derzeit laufenden Evaluierung des Teilvertrages des Mediationsverfahrens...sollen weitere Möglichkeiten gefunden werden, wie etwa die Weiterentwicklung der geltenden Abflugrouten mit dem Ziel,  weniger besiedeltes Gebiet zu überfliegen.

...Bei Wahrnehmung von Flügen im Westen oder Süden Wiens, die den Mediationsvertrag scheinbar verletzen, besteht unter Angabe von Uhrzeit und Ort die Möglichkeit einer Überprüfung unter der Telefonnummer 0810 22 33 40 oder per E-Mail: umwelttelefonvie@yourccc.com

GR Erich Valentin/ SPÖ/ 30. August 2004

...Bezüglich der Situation in Mauer hoffe ich, dass nach Beendigung der Bauarbeiten auf der Piste 16/34, die - wenn der Bauplan eigehalten werden kann - dann wieder voll eingesetzt werden kann, es zu merkbaren Verbesserungen kommen wird. Über weitere Maßnahmen wird in weiteren regionalen Besprechungen innerhalb der Mediation mit der Aviation-Group (Flughafen, AUA, Austrocontroll) noch im November, wenn Unterlagen wie Lärmkarten und Auswertung von Flugspuren  vorliegen, beraten. 

GR Erich Valentin/ SPÖ/ 24. Oktober 2004  

Vielen Dank für Ihre e-Mail. Das genau ist die richtige Vorgangsweise, insbesondere die Versendung an das Umwelttelefon, von wo aus die Information auch an die ACG weitergeleitet wird. Wir müssen feststellen - anhand der automatischen Aufzeichnungen über Flüge und deren Daten - warum nicht geeignete Flüge über Liesing starten oder dorthin freigegeben werden. In der nächsten Sitzung werde ich Ihre Unterlage zur Diskussion stellen.

Komm.Rat Gerhard Pfeiffer LAbg.u.GR.d.Stadt Wien/ OVP/ 31. August 2004

Teil der Vereinbarung, die für viele, vom Fluglärm stark Betroffene, Verbesserungen mit sich brachten (Stihworte: festgelegte Verkehrsaufteilung, bessere Flugrouten, bessere Anflugverfahren, Nachtflugverbot über Wien, etc.) war es auch, nach einem Jahr eine Evaluierung der getroffenen Maßnahmen durchzuführen.

Die nunmehr immer stärker werden Proteste von Teilen der Bevölkerung des 23.Bezirkes machen nach meiner Ansicht eine frühere Überprüfung der getroffenen Maßnahmen, vor allem deren Einhaltung erforderlich. Ich habe nämlich den Eindruck, dass die von Experten errechneten Fluglärmteppiche entweder nicht stimmen, oder entgegen den Zusagen im Verfahren Flugzeuge auf den Start nach STOxC ( das ist die Bezeichnung der Startroute) geschickt werden, die dort nichts verloren haben (zu schwer, zu laut, zu geringer Steigungsgradient etc.).

Als Wiener Volkspartei werden wir im September eine Entscheidung treffen, wie wir weiterhin im Verfahren mitwirken, denn wenn es sich herausstellen sollte, dass Angaben von Experten, die ja von uns nicht überprüfbar sind, bewusst oder unbewusst falsch sein sollten, dann werden wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Grundsätzlich sollte die Teilvereinbarung für den überwiegenden Teil der Wiener ein echte Verbesserung darstellen. Die nunmehr auftretenden - und sicherlich nicht übertriebenen Beeinträchtigungen in Teilen Liesings - bedürfen einer deutlichen Verbesserung. Wobei ich nicht glaube, dass durch die 50 Parteien im Mediationsforum der Vertrag und die Maßnahmen komplett neu aufgerollt werden können. Das heißt, es wird kein neues Übereinkommen geben, dem alle zustimmen we dahin. Wichtig scheint es mir aber zu sein, dass die mündlichen Zusagen der ACG ( Austro Control Flugsicherung ), nur geeignete Maschinen auf die Route STOxC zu schicken eingehalten werden und eventuell auch als Addendum in den Vertrag aufgenommen werden.

Dass derjenige Teil Wiens, der in die Bereiche des An- bzw. Abfluges fällt komplett ohne Fluglärm sein kann, wird immer unwahrscheinlicher. Die Bedeutung des Flughafens und des Flugverkehrs ist ja nicht nur vielschichtig sondern für den Wirtschaftsstandort Wien von eminenter Bedeutung.

Andererseits ist es mindestens ebenso wichtig, die Lebensqualität in unserer Stadt zu erhalten und zu fördern. In diesem Spannungsfeld stehen alle Entscheidungen, die letztendlich politischer Natur sind und getroffen werden müssen.

Ich selbst werde weiterhin versuchen, zum Wohle aller, einen vernünftigen Kompromiss zu finden und herbeizuführen. Die Wiener Volkspartei trägt ihre Verantwortung für alle Wiener und wir sind uns bewusst, dass dies insbesondere aus der Rolle der Opposition heraus ein oftmals mühseliger Prozess ist. Wir bemühen uns dennoch nach bestem Wissen und Gewissen.

Standartantwort Gerhard Pfeiffer LAbg.u.GR.d.Stadt Wien/ ÖVP/25. August, 7. September 2004

...kann ich Ihre Erschöpfung und ihren Ärger nur zu gut verstehen. Die Wiener FPÖ hat ihre Unterschrift zum Teilvertrag 1 nur mit Vorbehalt geleistet und diese auch angesichts der Tatsache, dass die Festlegungen in keiner Weise erfüllt wurden und ganz im Gegenteil bislang nicht belastete Gebiete jetzt massiv unter dem Lärm leiden, im Rahmen einer Pressekonferenz zurückgezogen. Wir haben dabei auch festgehalten, dass das Mediationsverfahren in seiner jetzigen Form null und nichtig ist, da zahlreiche Bezirksvorsteher (wie etwa von Liesing) ihre Teilnahme daran verweigert haben und somit Zehntausende Menschen ohne Vertretung in dem Verfahren sind. ... Wir wollen unter anderem damit Druck auf die Stadt Wien bzw. auf die absolut regierende SPÖ ausüben, die als 20%-Eigentümer des Flughafens über ausreichend Macht und Einfluß verfügt, um die Fluglärmbelastungen wirkungsvoll einzudämmen....

Toni Mahdalik/ FPÖ/ Verkehrsreferent/ 14. Oktober 2004

Die Flugrouten wurden Anfang dieses Jahres verändert und werden bis Anfang des nächsten Jahres in dieser Form bestehen bleiben. Bei der Wahl der Piste und somit der Flugroute ist es so, dass man versucht, den Flugverkehr nach Möglichkeit auf die diversen Pisten aufzuteilen. Da die Pistenwahl allerdings von Wetterverhältnissen, Verkehrsverhältnissen etc. abhängt, kann es zu einer teilweisen Mehrbelastung kommen. Erst im Frühjahr 2005 entscheidet sich, ob die Flugrouten im Zuge der Evaluierung verändert werden. ...

Standartantwort Infotelefon Umwelt und Luftfahrt / Team/ 30. August/4. September 2004

Vielen Dank für Ihr E-Mail! Ihre Beschwerde wurde zur Kenntnis genommen und in einer Statistik zusammengefasst, welche wir täglich an den Flughafen weiterleiten. Damit möchten wir ausdrücken, dass natürlich alle Anliegen beachtet und berücksichtigt werden. 

Standartantwort Infotelefon Umwelt und Luftfahrt / Team 30. August/ 3. Oktober 2004

Zu ihrer Beschwerde hinsichtlich massiver Fluglärmbelastung durch die Flugroute über Teilen des 23. Wiener Bezirkes, die uns mit  ähnlichem Inhalt auch von zahlreichen anderen betroffenen BürgerInnen erreicht haben, möchten wir als Wiener Umweltanwaltschaft, die auch im Mediationsverfahren Partei ist und hier Umweltinteressen der Wiener Bevölkerung vertritt, Stellung nehmen.
Durch verschiedene Maßnahmen in einem ersten Teilschritt des Flughafenmediationsverfahrens, versuchten die Wiener VertreterInnen eine Verbesserung der Lärmbelastung durch den Flugverkehr zu erreichen. ..einerseits durch Reduzierung der Landeanflüge über Wien, durch ein Nachtflugverbot über Wien, sowie eine Optimierung  von Flugrouten. Einerseits wurden die Starts über mehrere Flugrouten aufgeteilt, und andererseits neue Flugrouten so geführt, dass sie möglichst erst bei Erreichen einer entsprechenden Höhe über bebautes Gebiet geführt werden (Ziel war hier die Anzahl der vom Lärm insgesamt besonders betroffenen Menschen drastisch zu senken). Als Zugeständnis Wiens an die besonders stark belasteten flughafennahen niederöstereichischen Gemeinden durch den Flugverkehr und als teilweisen Ausgleich dafür, dass nun die über Wien reduzierten Landeanflüge und die nun nicht mehr möglichen Nachtflüge über Niederösterreich geführt werden müssen, führt nun eine dieser neuen Flugrouten, die eine besseren Aufteilung der Starts dienen sollen, über Teile des 23. Bezirkes. Eine Zustimmung Wiens zu dieser Maßnahme erfolgte allerdings nur deshalb, da der Flughafen Gutachten zur Verfügung stellte, dass die Lärmsituation in Wien sich nicht verschlechtert und die Flugzeuge in Liesing bereits Höhen erreicht haben, die das gewährleisten.
Offenbar zeigt sich nun in der Realität, bestätigt auch durch ihre Beschwerde und die vieler anderer betroffenen Bürger aus dem 23. Bezirk, dass dem nicht so ist. In den Flugspurenaufzeichnungen ist ersichtlich, dass große und schwere Maschinen über Liesing erst eine Höhe von 800 bis 1000 m über Grund erreichen. Diese Situation nimmt die Wiener Umweltanwaltschaft, genauso wie auch die anderen Vertreter der Stadt Wien und des 23. Bezirkes zum Anlass, sich massiv für eine Verbesserung der Situation und wenn notwendig für eine Rücknahme der unter falschen Bedingungen eingegangenen Flugroutenänderung einzusetzen.
Wir hoffen Ihnen einstweilen mit dieser Information gedient zu haben, auch wenn hier eine kurzfristige Änderung der Situation nicht so leicht möglich ist, da jede Änderung von Flugrouten auch unter sicherheitstechnischen Aspekten einem behördlichen Prozedere unterworfen ist und einer Überprüfung und Genehmigung der Luftfahrtbehörde bedarf.

Dipl.Ing. Alfred Brezansky/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft 24. August 2004

 Falls sich hier eine Lösung bzw. Verbesserung in Verhandlung mit dem Flughafen betreffend dieser Abflugroute abzeichnet,wird das den Bürgern sicher entsprechend kommuniziert werden, möglicherweise über die Umwelthomepage des Flughafens (http://www.vie-umwelt.at/CDA/) oder über Informationen des Bezirkes. Wir werden diesbezüglich auch über unserer hompage informieren (http://www.magwien.gv.at/wua/). Den betroffenen Bürger/Innen bleibt hier wohl nur die Möglichkeit die weitere Entwicklung zu beobachten und die Einhaltung solcher Vereinbarungen aktiv einzufordern, und dies bei den verantwortlichen Politikern, wie auch beim Flughafen. Sowohl die politischen Vertreter des Landes Wien, wie NÖ, als auch der Flughafen und Vertreter der verschiedenen Bürgerinitiativen bilden die Evaluierungsgruppe, eine zukünftige ständige Einrichtung, die die Einhaltung der beschlossenen Maßnahmen der Mediation und deren Wirksamkeit laufend überprüfen und erforderlichenfalls Nachbesserungen aushandeln kann. Die Auswertung der beim Flughafen eintreffenden Beschwerden bilden auch ein Teil dieses Monitorings der Evaluierungsgruppe, die auch zur Bewertung der Wirksamkeit solcher Maßnahmen herangezogen wird. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit erforderlichenfalls zur Objektivierung von gehäuften Lärmbeschwerden über bestimmte Zeiträume Lärmmessstellen zu errichten. Eine wichtige Rolle für Wien spielt hier auch die lärmtechnische Abteilung der MA22 (die für den Umweltschutz verantwortliche Magistratsabteilung in Wien), die hier einerseits selbst Lärmmessungen durchführen kann, andererseits Zugriff auf das sogenannte Fanamossystem des Flughafens hat, mit dem alle Flüge, deren Flugspuren, Flughöhen, Flugzeugtypen und die Zeiten aufgezeichnet werden und so auch jederzeit nachverfolgt werden kann wann wo welches Flugzeug in welcher Höhe geflogen ist.

Dipl.Ing. Alfred Brezansky/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft 25. August 2004

...im Mediationsverfahren....  Verbesserung dieser  Situation auszuhandeln ... für eine zukünftige mögliche dritte Piste schon jetzt Rahmenbedingungen zu schaffen, wodurch es zukünftig zu Entlastungen kommen soll und zu möglichst wenig neuen Betroffenen....und Belastung für die  Bevölkerung durch den Fluglärm möglichst gering gehalten wird. ...in einem ersten Teilschritt ... eine Minimierung der Lärmbelastung für das Wiener Gebiet ...geschah einerseits durch Reduzierung der Landeanflüge über Wien, durch ein Nachtflugverbot über den Großteil von Wien (zwischen 21:00 und 7:00) ... eine Optimierung  von Flugrouten. ...Starts über mehrere Flugrouten aufgeteilt, ... neue Flugrouten so geführt, dass sie möglichst erst bei Erreichen einer entsprechenden Höhe über bebautes Gebiet geführt werden ... Als Zugeständnis Wiens an die besonders stark belasteten flughafennahen NÖ Gemeinden durch den Flugverkehr und als teilweisen Ausgleich dafür, dass nun die über Wien reduzierten Landeanflüge und die nun nicht mehr möglichen Nachtflüge über Niederösterreich geführt werden müssen, führt nun eine dieser neuen Flugrouten, die eine besseren Aufteilung der Starts dienen sollen, über Teile des 23. Bezirkes. ...Zustimmung Wiens ....unter der Bedingung, dass es ... zu keiner spürbaren zusätzlichen Belastung der Bevölkerung kommt und die Anzahl der Starts im Jahr über diese Abflugstrecke prozentuell  limitiert ist.
Leider hat sich ... die Lärmbelastung über den Westen von  Wien in diesem Jahr trotzdem drastisch verschlechtert ...Derzeit lauft die Evaluierung ...hier werden auch unter Berücksichtigung der zahlreichen  Beschwerden der betroffenen Bürger/innen die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des Teilvertrages überprüft. ...Trotz aller Optimierungsmaßnahmen...bleibt die Tatsache, dass jährlich der Flugverkehr ansteigt ... absolute Deckelung von Flugbewegungen ist auch im Mediationsverfahren nicht vorgesehen und dies war auch die Voraussetzung für den Flughafens für ein gemeinsames Mediationsverfahren. ...Der Möglichkeit einer absoluten Einschränkung von Flugbewegungen steht die Forderung des Flughafens, aber auch der Politik entgegen, dass die wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit des Flughafens nicht eingeschränkt werden darf und somit auch die wirtschaftliche Entwicklung der damit verbundenen Region.  Somit bleibt angesichts der ständigen Zunahme des Flugverkehrs nur übrig Schadensbegrenzung zu betreiben ...Man kann nur... versuchen die Überflüge derart zu optimieren, dass es insgesamt weniger Betroffenen gibt und auch weniger  vom Fluglärm besonders stark betroffenen Menschen, sowie ausreichende Entschädigungsmöglichkeiten und passive Schallschutzmaßnahmen für jene, die am stärksten unter der Fluglärmsituation zu leiden haben. Dabei wird es immer wieder Gebiete geben, wo es Verbesserungen geben kann, aber auch anderer, wo es Verlierer gibt. ...

Dipl.Ing. Alfred Brezansky, Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft/ 28. Oktober 2004

Die Flugbewegungen haben über den westlichen westlichen Teil von Wien  in den letzten Monaten, einerseits durch den in diesem Jahr extrem stark gestiegenen ...Aber nicht nur Wien hat unter dieser Situation zu leiden.  Gerade die flughafennahen Gemeinden sind hier besonders Leidtragende unter dieser Situation. Im Flughafenmediationsverfahren versuchen ...  Verbesserung dieser  Situation auszuhandeln und auch für eine zukünftige mögliche dritte Piste schon jetzt Rahmenbedingungen zu schaffen, wodurch es zukünftig zu Entlastungen kommen soll und zu möglichst wenig neuen Betroffenen.
Die Wiener Umweltanwaltschaft setzt sich...dafür ein, dass die Belastung für die  Bevölkerung durch den Fluglärm möglichst gering gehalten wird. ... eine Minimierung der Lärmbelastung für das Wiener Gebiet ...einerseits durch Reduzierung der Landeanflüge über Wien, durch ein Nachtflugverbot über den Großteil von Wien (zwischen 21:00 und 7:00... Optimierung  von Flugrouten. Einerseits wurden die Starts über mehrere Flugrouten aufgeteilt, und andererseits neue Flugrouten so geführt, dass sie möglichst erst bei Erreichen einer entsprechenden Höhe über bebautes Gebiet geführt werden (Ziel war hier die Anzahl der vom Lärm insgesamt besonders betroffenen Menschen drastisch zu senken). Als Zugeständnis Wiens an die besonders stark belasteten flughafennahen niederöstereichischen Gemeinden durch den Flugverkehr und als teilweisen Ausgleich dafür, dass nun die über Wien reduzierten Landeanflüge und die nun nicht mehr möglichen Nachtflüge über Niederösterreich geführt werden müssen, führt nun eine dieser neuen Flugrouten, die eine besseren Aufteilung der Starts dienen sollen, über Teile des 23. Bezirkes. Eine Zustimmung Wiens zu dieser Maßnahme erfolgte allerdings nur unter der Bedingung, dass es in den von den Starts neu betroffenen Gebieten zu keiner spürbaren zusätzlichen Belastung der Bevölkerung kommt und die Anzahl der Starts im Jahr über diese Abflugstrecke prozentuell  limitiert ist....
Leider hat sich, aufgrund der eingangs angeführten Situation die Lärmbelastung über den Westen von  Wien in diesem Jahr trotzdem drastisch verschlechtert .... viel mehr Überflüge als vorgesehen ...Derzeit lauft die Evaluierung dieses Teilvertrages ... Bis Ende des Jahres wird ein Zwischenergebnis vorliegen auf deren Basis alle Vertragsparteien versuchen werden, dort eine Verbesserung zu erreichen, wo die gesetzten Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben oder sogar zu mehr Lärmbelästigung geführt haben.
Trotz aller Optimierungsmaßnahmen, die noch gesetzt werden könne bleibt die Tatsache, dass jährlich der Flugverkehr ansteigt und der Flughafen immer mehr Flüge zu bewältigen hat. Eine absolute Deckelung von Flugbewegungen ist auch im Mediationsverfahren nicht vorgesehen und dies war auch die Voraussetzung für den Flughafens für ein gemeinsames Mediationsverfahren. Dieser Möglichkeit einer absoluten Einschränkung von Flugbewegungen steht die Forderung des Flughafens, aber auch der Politik entgegen, dass die wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit des Flughafens nicht eingeschränkt werden darf und somit auch die wirtschaftliche Entwicklung der damit verbundenen Region.  Somit bleibt angesichts der ständigen Zunahme des Flugverkehrs nur übrig Schadensbegrenzung zu betreiben und der Handlungsspielraum Verbesserungen im Mediationsverfahren zu erreichen schränkt sich doch erheblich ein. Man kann nur in gemeinsamen Verhandlungen versuchen die Überflüge derart zu optimieren, dass es insgesamt weniger Betroffenen gibt und auch weniger  vom Fluglärm besonders stark betroffenen Menschen, sowie ausreichende Entschädigungsmöglichkeiten und passive Schallschutzmaßnahmen für jene, die am stärksten unter der Fluglärmsituation zu leiden haben. Dabei wird es immer wieder Gebiete geben, wo es Verbesserungen geben kann, aber auch anderer, wo es Verlierer gibt. ....


 Dipl.Ing. Alfred Brezansk/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft/ 28. Oktober 2004

... die zuständige Adresse ihrer grundsätzlichen Kritik am Flugverkehr und wie er über den Köpfen der Anrainer abgeführt wird sind immer noch die  politischen Entscheidungsträger. Eine Wertediskussion, wie weit wirtschaftliche Entwicklung auf Kosten der Umweltqualität gehen kann, ist leider nicht im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu führen. Hier muss wiederum die Politik entsprechende Entscheidungen treffen und hier ist nicht nur die lokale Politik gemeint, sondern vor allem auch die Politik auf EU-Ebene. ... Nicht nur im Wiener Bereich gibt es große Unzufriedenheit mit den Auswirkungen einzelner Maßnahmen. Daher wird auf Grundlage der Ergebnisse der Evaluierung erneut miteinander zu verhandeln sein, wie die beschlossenen Maßnahmen zu optimieren bzw. erforderlichenfalls überhaupt abzuändern sind, weil eben die erwarteten Verbesserungen nicht eingetreten, bzw. weil es überhaupt zu einer Verschlechterung der Situation gekommen ist.... 


Dipl.Ing. Alfred Brezansky/ Stv. Leiter der Wiener Umweltanwaltschaft/ 31. Oktober 2004